Lipödem (Fettverteilstörung) oder Lymphödem

Weniger Essen hilft hier nicht!

Es gibt leider heute immer noch viele Vorurteile gegen Menschen, die mit Lipödemen oder Lymphödemen zu kämpfen haben. Vermehrt leiden Frauen an diesen Erkrankungen, die oftmals an den Beinen auftritt.

 

Ein normal gebauter Oberkörper,

die unteren Extremitäten überdimensional dick.

 

Den Betroffenen wird oft unterstellt, nicht genügend auf ihren Körper zu achten und dabei handelt es sich hierbei um eine Krankheit.  Doch viele Frauen wissen gar nicht, dass sie betroffen sind.

Das Lymphsystem - die "Stoffwechselautobahn" in unserem Körper

 

Das Lymphgefäßsystem trägt maßgeblich dazu bei, dass unser Körper jeden Tag "funktioniert". Wie ein Netz verteilen sich die Lymphgefäße durch den gesamten Körper. Wie eine "Sondermüllabfuhr" sammelt, transportiert und filtert das Lymphsystem die in der Gewebeflüssigkeit gelösten Stoffe. Dazu zählen Bluteiweiße, Nahrungsfette, Stoffwechselprodukte oder Entzündungsprodukte. Das Lymphsystem entsorgt bis zu ca. 4 Liter Flüssigkeit aus dem Gewebe und unterstützt so unser Immunsystem.

 

Zu einem Lymphödem kommt es, wenn der Fluss der Lymphe in den Lymphbahnen gestört ist und sich durch eine chronische Lymphstauung Wassereinlagerungen bilden.

 

In den meisten Fällen bildet sich ein Lymphödem infolge einer erworbenen Schädigung der Lymphbahnen oder Lymphknoten, zum Beispiel nach einer Operation. Ist eine Schädigung des Lymphsystems angeboren, entwickelt sich ein Lymphödem meist frühzeitig bei jungen Menschen zwischen dem 15. und 20. Lebensjahr.

Nur in rund 17 Prozent der Fälle tritt das Lymphödem nach dem 35. Lebensjahr auf.

 

Die Symptome können deutlich darauf hinweisen, ob das Ödem primär (erblich bedingt) ist oder sekundär (infolge einer Krankheit usw.) entstanden ist.

 

Ein primäres Lymphödem breitet sich oft beidseitig von den Zehen und dem Fußrücken über die Knöchelregion zum Unter- und schließlich zum Oberschenkel aus - das heißt, es steigt auf (bzw. es aszendiert).

 

Das sekundäre Lymphödem breitet sich meist von der Achsel in Richtung Hand oder Leiste in Richtung Fuß - es wandert also nach unten (bzw. deszendiert) wobei Vorfuß und Zehen nicht betroffen sind.

 

Anhand vorliegender Symptome gelingt eine Diagnose. Bei der Lymphödem Diagnose kann auch festgestellt werden, welches Stadium das Lymphödem erreicht hat. Dies ist wichtig um die geeignete Behandlung zu bestimmen.

Stadium 1: Übergangs- oder Latenzstadium

Äußerlich ist keine Schwellung zu sehen, die Transportkapazität des Lymphsystems ist aber schon herabgesetzt

 

Stadium 2: Weiche Schwellung

Meist abends stark geschwollenes Lymphödem;

 

Stadium 3: Beginnende Bindegewebsvermehrung (Fibrose)

Hartes, nicht eindrückbares Lymphödem; das Lymphödem und die Bindegewebsvermehrung gehen nur bei intensiver Behandlung zurück.

 

Stadium 4: Unförmiges Anschwellen von Körperteilen (lymphostatische Elephantiasis)

Infolge der chronischen Lymphstauung schwellen besonders die Beine stark an, was man als elephantiasisartige Schwellung bezeichnet. Das Ödem und die Gewebeveränderung sind nicht mehr vollständig rückgängig zu machen, die Haut ist verdickt und verhärtet.

Um so früher eine Behandlung eingeleitet wird, um so eher ist ein Rückgang bzw. Stillstand zu erwarten. Sollten Sie das ein oder andere an sich selbst erkannt haben, handeln Sie!


Das Lipödem (Fettverteilstörung)

Fettzellen außer Kontrolle

 

Dicke Beine übersät mit schlimmen Dellen - das ist das hässliche Gesicht des Lipödems.

 

Überwiegend sind auch hier Frauen  betroffen, die stark unter ihrem Äußeren leiden und Angst haben, dass die Beine immer dicker werden.

 

Noch schlimmer, die meisten Patientinnen bekommen nicht die dringend nötige Hilfe.

 

Schätzungen zufolge leiden eine ganze Menge Frauen an einem Lipödem, wissen es aber nicht, da sie mit quälenden Diäten versuchen ihr Gewicht bzw. die Beine schlank zu halten, was aber in den meisten Fällen nicht gelingt, denn bei einem Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung, besonders an Ober- und Unterschenkel und ist für die Betroffenen sehr schmerzhaft.

 

Flüssigkeit sammelt sich in den Beinen und es bilden sich krankhafte, unansehnliche Ödeme. Diese verursachen Druck- und Spontanschmerzen. Die meisten Frauen sind sehr berührungsempflindlich, klagen über Spannungsgefühl in den Beinen. Überdies neigen Betroffene häufig zu blauen Flecken, die schon bei kleinen Stößen auftreten.

Die ersten Anzeichen treten vorzugsweise am Ende der Pubertät auf. Die Krankheit kann jedoch in jedem Lebensalter ihren Anfang finden. Meistens besteht bei den Betroffenen eine gewisse familiäre Vorbelastung. Eine genaue Ursache des Lipödems ist leider bis heute noch immer Unklar.

 

Das beim Lipödem auftretende Fettgewebe ist kein Reservefett, wie es beim Übergewicht auftritt!

 

Die Fettzellen sind vielmehr an den betroffenen Stellen vergrößert und im Vergleich zu normalen Fettzellen verformt. Meistens kommt es zu einer mechanischen Behinderung des Lymphabflusss . Dadurch entsteht eine Wasseransammlung im Unterhautfettgewebe. Anfänglich sind die großen Lymphgefäße meist nicht betroffen, wird aber nicht rechtzeitig gehandelt, kann es jedoch zu einem Übergang in ein Lymphödem kommen. Mann spricht dann von einem Lipolymphödem.

 

Der Oberkörper der Frauen ist meist schlank, Po und Beine sind dagegen sehr kräftig ausgeprägt und passen optisch nicht zum Rest des Körpers. Das Fatale: Die Krankheit ist chronisch und wird mit der Zeit immer schlimmer. Fettvermehrung und Wassereinlagerung in den Beinen nehmen weiter zu, die Schwellungen werden immer sichtbarer.

Anfänglich ist die Haut noch glatt, das Unterhautgewebe eben und gleichmäßig. Im zweiten Stadium treten deutliche Unebenheiten der Hautoberfläche aufgrund von Knotenbildungen in der Unterhaut auf. Im dritten Stadium finden sich große Deformationen am stark geschwollenen Bein. Teilweise kann es zu Gehbehinderungen, durch Schwellungen an den Knien kommen.

 

Vermutet wird, dass hormonelle Einflüsse eine große Rolle spielen, das das Lipödem erst nach der Pubertät oder nach einer Schwangerschaft auftritt. Frauen können vor der Periode oder bei einer Hormonbehandlung vermehrt Ödeme einlagern.

 

Die Erkrankung selbst ist immer noch vielen Menschen unbekannt - sowohl bei den Betroffenen selbst, als auch bei Ärzten und Physiotherapeuten. Deshalb wurden und werden noch immer (unsinnige) Therapien wie Diäten, Training der betroffenen Körperstellen oder Medikamente empfohlen, die kaum bis gar keine Linderung bringen.

 

Die Beschwerden werden oft von den Betroffenen ignoriert. Die meisten haben einen jahrelangen Leidensweg ohne Behandlung hinter sich, bevor sie sich Hilfe suchen. Es gibt jedoch deutliche Zeichen für ein Lipödem: Während der Pubertät ist eine deutliche Gewichtszunahme an der Hüfte und den Oberschenkeln zu erkennen. Mädchen, die sich über eine ungeklärte Gewichtszunahme in diesen Bereichen wundern, sollten alamiert sein.

Die meisten Frauen leiden sehr stark unter ihrem optischen Erscheinungsbild und den Schmerzen. Selbst können die Betroffenen jedoch wenig gegen die Krankheit ausrichten, denn "das Fett" in den Beinen lässt sich - im Gegensatz zum Fett bei Übergewicht - nicht durch Sport oder Diäten reduzieren.

Das wiederum führt zu noch mehr Frustration, die sich schließlich in übermäßigem Essen und Gewichtszunahme äußert. Schätzungen zufolge betrifft dies etwas 75 Prozent der Patientinnen. Die Frauen entwickeln infolgedessen nicht selten Depressionen.

 

Selbst die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Behandlungskosten nur in den seltensten Fällen, da die Leistung Liposuktion nicht im Leistungsspektrum enthalten ist.

Wie lassen sich Lip- und Lymphödem unterscheiden?

 

 
Lymphödem
Lipödem
Lokalisation
Vorfuß auch betroffen
Fuß immer frei
Hautkonsistenz
glatt und prall
weich, wellig, knotig
Tastbefund
weiche dellenhinter­lassende Schwellung
sulzig
Orangenhaut
nicht vorhanden
meist vorhanden
Hautfaltendicke
Faltendicke > 2 cm
normal
Schmerzen
normal
spontan u. Druckschmerz

 

Nach eingehender Anamnese und Diagnostik besprechen wir gemeinsam ihren Behandlungsplan.

 

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Lassen Sie sich beraten, es gibt alternative Methoden, die zur Linderung und zur Verbesserung beitragen können. Ein Leidensweg muss nicht sein!

Literaturhinweise:

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